Array CGH (Comparative Genomic Hybridisation)

 

Bei Kindern mit mentaler Retardierung und zusätzlichen Dysmorphiezeichen führt eine Chromosomenanalyse häufig zu einem unauffälligen zytogenetischen Befund.

In der zytogenetischen Analyse sind Deletionen und Duplikationen in der Regel erst ab ca. 5-10 Mb zu erkennen. Weiterführende FISH-Untersuchungen zur Identifizierung submikroskopischer Chromosomenveränderungen bleiben bei Patienten, deren Symptomatik nicht eindeutig auf ein spezifisches Mikrodeletionssyndrom hindeutet, in vielen Fällen ebenfalls ohne Nachweis einer Chromosomenveränderung.

Die Array-CGH erlaubt einen Nachweis von Imbalancen (Verlust oder Zugewinn kleinerer chromosomaler Abschnitte) mit einer extrem hohen Auflösung (ca. 20 Kilobasen).

Bei auffälligen Chromosomenbefunden kann die Array CGH für eine weitere Abklärung und zur genaueren Bestimmung einer Deletion oder Duplikation, eingesetzt werden.

Methode:
Etwa gleiche Mengen genomischer Patienten-DNA und DNA einer gesunden Kontrollperson werden mit unterschiedlichen Fluorochromen (Patienten-DNA mit CY3=rot, Kontroll-DNA mit CY5=grün) chemisch über das Universal-Linkage- System (ULS, Agilent) markiert und gemeinsam auf einem Subarray (Oligo-Array, Bluegnome) hybridisiert.

Durch Messung der Intensitätsverhältnisse der verwendeten Fluoreszenzfarbstoffe sind Dosisunterschiede, also Deletionen und Duplikationen nachweisbar. Der Nachweis einer Imbalance mit möglicher Relevanz für die Symptomatik des Patienten wird, soweit dies möglich ist, durch FISH mit einer entsprechenden Sonde bestätigt und/oder ggf. über eine Elternuntersuchung weiter abgeklärt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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