Übersicht Medizinische Drogenanalytik

Drogen- und Arzneimittelanalysen im Rahmen der medizinischen Diagnostik erfolgen z. B. für Sucht- und Entzugskliniken, Psychiatrische Kliniken, Krankenhäuser, Justizvollzugsanstalten, arbeitsmedizinische Einrichtungen und niedergelassenen Ärzte.

Da für gewöhnlich das Nachweisbarkeitsfenster von Drogen und Arzneimitteln im Urin vergleichsweise lang ist, stellt es nach wie vor das bevorzugte Untersuchungsmaterial dar. Gleichzeitig gewinnen Speichel-Analysen mehr und mehr an Bedeutung. Dies ist in erster Linie auf die einfachere Sicherstellung der Probenidentität zurückzuführen.

Sollte im Folgenden eine gewünschte Analyse fehlen, sprechen Sie uns bitte an. Wir finden eine passende Lösung.

 

1. Urinanalysen

Nachforderungszeiten: Urinproben werden regulär 7 Tage gekühlt aufbewahrt. Auf Wunsch können Proben 30 Tage eingefroren gelagert werden.


1.1 Immunologische Suchteste im Urin (TIA)


1.1.1. Amphetamine  
abgedeckt werden z. B. (Differenzierung nicht möglich): Amphetamin (“Speed”), Methamphetamin (“Crystal Meth”), BDB, MBDB, MDMA (“Ecstasy”), MDA, MDEA und PMA.

1.1.2. Barbiturate
abgedeckt werden z. B. (Differenzierung nicht möglich): Amobarbital, Allobarbital, Butalbital, Cyclopentobarbital, Demoxepam, Phenobarbital und Pentobarbital.

1.1.3. Benzodiazepine
abgedeckt werden z. B. (Differenzierung nicht möglich): Alprazolam, Bromazepam, Clobazam, Clonazepam, Diazepam, Flunitrazepam, Flurazepam, Lorazepam, Lormetazepam, Midazolam, Nordiazepam, Oxazepam, Prazepam, Triazolam.

1.1.4. Cannabinoide, Zielanalyt THC-COOH

1.1.5. Cocain, Zielanalyt Benzoylecgonin

1.1.6. Methadon

1.1.7. Opiate
abdeckt werden z. B. (Differenzierung nicht möglich): 6-Acetylmoprhin (direkter Heroin-Metabolit), Morphin, Codein und Dihydrocodein.

 

Immunologische Suchteste liefern vorläufige, qualitative bzw. semiquantitative Ergebnisse für eine Substanz oder Substanzgruppe. Die spezifischen Cut-offs (Entscheidungsgrenzen für Analyt-Konzentrationen, ab denen ein Testergebnis als „positiv“ gewertet wird) sind auf dem Befund angegeben.

Es ist sehr empfehlenswert, positive Suchtest-Ergebnisse mit einer Bestätigungsanalyse zu überprüfen. Auch eine Differenzierung ist nur mit Hilfe einer Bestätigungsanalyse möglich. Auf Wunsch können wir im Fall eines positiven Suchtest-Resultats die Bestätigungsanalyse automatisch nacherfassen.

 

1.2 Massenspektrometrische (Bestätigungs-)Analysen (LC-MS/MS)  

 

1.2.1. Amphetamine im Urin
berücksichtigt werden: Amphetamin, Methamphetamin, MDA, MDMA und MDEA.

1.2.2. Barbiturate im Urin
berücksichtigt werden: Allobarbital, Amobarbital, Barbital, Butalbital, Hexobarbital, Pentobarbital, Phenobarbital, Secbutabarbital, Secobarbital und Thiopental.

1.2.3. Buprenorphin und Norbuprenorphin im Urin

1.2.4. Screening auf Benzodiazepine und Z-Substanzen im Urin
(Analyte auch einzeln anforderbar)
berücksichtigt werden: Alprazolam, a-Hydroxyalprazolam, Bromazepam, Chlordiazepoxid, Clobazam, Norclobazam, Clonazepam, Demoxepam, Diazepam, Nordiazepam, Estazolam, Flunitrazepam, 7-Aminoflunitrazepam, Flurazepam, Desalkylflurazepam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Midazolam, 10-Hydroxymidazolam, Nitrazepam, Oxazepam, Prazepam, Temazepam Triazolam sowie Zaleplon, Zolpidem und Zopiclon.

1.2.5. Cannabinoide im Urin als THC-COOH

1.2.6. Cocain im Urin
berücksichtigt werden: Norcocain und Benzoylecgonin.

1.2.7. Ketamin und Norketamin Im Urin

1.2.8. LSD und 2-Oxo-3-hydroxy-LSD im Urin

1.2.9. Methadon und EDDP im Urin

1.2.10. Methylphenidat und Ritalinsäure im Urin

1.2.11. Opiate im Urin
berücksichtigt werden: 6-Monoacetylmorphin, Codein, Morphin und Dihydrocodein.

1.2.12. Opioide im Urin (Analyte auch einzeln anforderbar)
berücksichtigt werden: Buprenorphin, Norbuprenorphin, Methadon, EDDP, Fentanyl, Norfentanyl, Oxycodon, Tilidin, Nortilidin, Tramadol und Desmethyltramadol.

1.2.13. Stimulanzien im Urin (Analyte auch einzeln anforderbar)  
berücksichtigt werden: Gabapentin, Pregabalin, Quetiapin und Promethazin.

1.2.14. Screening auf Designerdrogen (inkl. Synthetische Cannabinoide) im Urin
berücksichtigt werden (qualitativ):

  • Cathinone (“Badesalze”):
    Butylon, Cathinon, Eutylon, MDPV, Mephedron sowie Methylon.
  • Phenylethylamine:
    BDB, 2C-B, 2C-I, MBDB, Methaqualon, Methylphenidat, MDPBP, PMA sowie Ritalinsäure.
  • Sonstige:
    Gabapentin, Ketamin, LSD, 2-Oxo-3-hydroxy-LSD, Mescalin, Norketamin, PCP, Pregabalin, Promethazin und Quetiapin.
  • Synthetische Cannabinoide (“Spice”, “Kräutermischungen”):
    AB-CHMINACA M4, AB-FUBINACA M2A, AB-PINACA-(5-OH-Pentyl), ADB-BINACA, ADB-BUTINACA, ADBICA-(4-OH-Pentyl), ADB-PINACA-Pentansäure, 5F-AMB M2, AKB48-(4-OH-Pentyl), AKB-48-Pentansäure, AM-2201-(6-OH-Indol), AM-2201-(7- OH-Indol), AM-694-5-OH-Pentyl), AM-694-Pentansäure, BB-22-(3-Carboxyindol), 4CN-CUMYL-BUTINACA M10, CUMYL-CBMICA, CUMYL-PICA-(N-Pentansäure), FUB-PB-22-(3-Carboxy), JWH-018-(4-OH-Indol), JWH-019-(6-OH-Hexyl), JWH-019- (6-OH-Hexyl), JWH-122-(5-OH-Pentyl), JWH-250-(4-OH-Pentyl), JWH-250-(NPentansäure), JWH-398-(4-OH-Pentyl), JWH-398-Pentansäure, MAB-CHMINACA M1, MAB-CHMINACA M7, MAM-2201-(4-OH-Pentyl), MAM-2201-Pentansäure, MDMB-4en-PICA-Butansäure, MDMB-4en-PINACA-Butansäure, 4F-MDMBBUTINACA-N-(4-OH-Butyl), 4F-MDMB-BUTINACA-Butansäure, MDMB-CHMCZCA M3, MDMB-FUBINACA M1, MDMB-FUBINACA M3, 5F-MDMB-PICA M4, RCS-4-(5- OH-Pentyl), RCS-4 M9, UR-144-(5-OH-Pentyl), UR144-N-Pentansäure, XLR11-(4- OH-Pentyl) sowie XLR11-(6-OH-Indol). 

1.2.15. Pharmascreening im Urin (setzt sich aus 2 Analyseläufen zusammen):

  • “Multi-Target-Screening” (LC-MS/MS), 108 Analyte
    berücksichtigt werden u. a. Amphetamine, Barbiturate, Benzodiazepine, Cannabinoide als THC, Cocain, LSD, Methadon und EDDP, Opiate, Opioide und Stimulanzien.
  • “Datenbank-Screening” (GC-MS), > 1000 Analyte
    berücksichtigte Substanzgruppen (qualitativ): Analgetika, Antiarrhythmika, Antiepileptika, Beta-Blocker, Phenothiazine, Tri- und Tetracyclische Antidepressiva sowie weitere Medikamente.

1.2.16. Alkohol-Konsummarker: Ethylglucuronid (EtG) und Ethylsulfat (EtS) im Urin

 

2. Speichelanalysen

Nachforderungszeit: Speichelproben werden 30 Tage eingefroren gelagert.

Anders als im Fall des Urins sind immunologische Suchteste für die Analyse von Speichel nicht geeignet, da die meisten Substanzen hier in sehr geringen Konzentrationen vorliegen. Daher kommt direkt ein empfindliches „Multi-Target-Screening“ (LC-MS/MS) zum Einsatz.

Um die Probenbeschaffenheit (Perianalytik) sicherzustellen, werden sowohl die Amylase-Aktivität als auch der Speichelanteil bestimmt.

Für die Probengewinnung bevorzugt: Greiner SCS Speichelabnahmesystem.

2.1. Drogen-Screening im Speichel (LC-MS/MS)

berücksichtigte Substanzen/Substanzgruppen: Amphetamine, Benzodiazepine, Cannabinoide als THC, Cocain, Opiate, Opioide, Pregabalin und Z-Substanzen.

2.2 Ethanol im Speichel (GC-MS)

 

Übersicht Forensische Drogenanalytik

Für die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis, in Sorgerechtsstreitigkeiten oder zur Erfüllung einer Bewährungsauflage werden gerichtsverwertbare Ergebnisse benötigt.

Hier kommen wir ins Spiel: Das Labor Staber ist ein für forensische Toxikologie akkreditiertes Speziallabor. Von der Einbestellung über die Probennahme bis hin zur Chemisch-Toxikologischen Analyse (CTU) erfüllen alle Abläufe die DIN EN ISO 17025:2018, die Richtlinien der GTFCh sowie die Vorgaben der Beurteilungskriterien in der Fahreignungsbegutachtung.  

Sollte im Folgenden eine gewünschte Analyse fehlen, sprechen Sie uns bitte an. Wir finden eine passende Lösung. Die Kosten pro Analyse entnehmen Sie bitte der Preisübersicht.

Die Kosten pro Analyse entnehmen Sie bitte der Preisübersicht.

 

1. Urinanalysen

Urinproben werden 6 Monate eingefroren gelagert.

1.1. Alkoholabstinenz mittels Urinkontrollen

Alkohol-Konsummarker: Ethylglucuronid (EtG) und Ethylsulfat (EtS) im Urin

1.2. Drogen- und Arzneimittelabstinenz mittels Urinkontrollen

1.2.1. Amphetamine im Urin
1.2.2. Benzodiazepine im Urin
1.2.3. Cannabinoide im Urin
1.2.4. Cocain im Urin
1.2.5. Methadon und EDDP im Urin
1.2.6. Opiate im Urin
1.2.7. Z-Substanzen im Urin

1.3. Optionale Zusatzanalysen im Urin:

  • Opioide im Urin
  • LSD und 2-Oxo-3-hydroxy-LSD im Urin
  • Synthetische Cannabinoide im Urin
  • Cathinone (“Badesalze”) im Urin

Weitere Einzelanalyte oder Substanzgruppen auf Nachfrage

 

2. Haaranalysen

Haarproben werden 6 Monate aufbewahrt.

2.1. Alkoholabstinenz mittels Haaranalysen

Alkohol-Konsummarker: Ethylglucuronid (EtG) und Ethylsulfat (EtS) im Haar

2.2. Drogen- und Arzneimittelabstinenz mittels Haaranalysen

  • Amphetamine im Haar
  • Benzodiazepine im Haar
  • Cannabinoide im Haar
  • Cocain im Haar
  • Methadon und EDDP im Haar
  • Opiate im Haar

2.3. Optionale Zusatzanalysen im Haar:

  • Opioide im Haar
  • LSD und 2-Oxo-3-hydroxy-LSD im Haar
  • Synthetische Cannabinoide (“Spice, Kräutermischungen”) im Haar
  • Cathinone (“Badesalze”) im Haar

Weitere Einzelanalyte oder Substanzgruppen auf Nachfrage