Labor-Informationen

Wir haben uns entschlossen unser Laborinformationssystem in der Zytologie und Pathologie auf MEDAT umzustellen. Bereits seit April 2016 wurden unsere Partnerlabore nacheinander umgestellt und arbeiten erfolgreich mit dieser Software. Durch die Nutzung eines gemeinsamen Systems werden die internen Prozesse vereinfacht.
Die Inbetriebnahme des neuen Laborinformationssystems ist für den 01.12.2021 geplant.

Im Zuge der Umstellung werden sich evtl. kleine Änderungen im Befundlayout ergeben!

Wir bitten Sie, wenn möglich ab sofort, die Zyto- und Pathologie-Anforderungsscheine mit Barcodes zu versehen. Sollten Ihnen noch keine Barcodes vorliegen, bitten wir Sie Kontakt mit uns aufzunehmen.

Trotz aller Bemühungen im Vorfeld kann es zu punktuellen Verzögerungen bei der Befundübermittlung kommen.

Bitte kontaktieren Sie uns umgehend, wenn es zu Unregelmäßigkeiten kommt. Wir haben uns sehr bemüht, die Umstellung bestmöglich vorzubereiten. Da es sich aber um eine umfassende Änderung handelt, sind vorübergehende kleine Verzögerungen nicht auszuschließen. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Sie erreichen uns unter den Durchwahlen:
0921 - 507 204 531 Abteilung Zytologie
0921 - 507 204 549 Büro Zyto-/Pathologie

Labor Staber möchte Ihnen eine mikrobiologische Diagnostik nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen bieten. Neue technische Entwicklungen (z.B. MALDI-TOF), neue internationale Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung der Harnwegsinfektionen, neue Bewertung der Präanalytik und Analytik (z.B.  Bedeutung der Leukozyturie) haben zu Änderungen der mikrobiologischen Diagnostik von Urin-Proben geführt.

Daher passen wir zum 15.11.2021 unsere mikrobiologische Urindiagnostik wie folgt an:
 

PRÄANALYTIK
  • Uringewinnung: Die Anleitung zur Probengewinnung im Leistungsverzeichnis bitte beachten! Vermeidung einer Kontamination ist wichtig; Mischkulturen mit mehr als 2 uropathogenen Keimen werden nur nach Rücksprache bearbeitet.
  • Exakte Kennzeichnung des Materials: Mittelstrahlurin, Dauerkatheterurin, Einmalkatheterurin, Punktionsurin (Blase / Nierenbecken), Urin nach Prostatamassage, Urin aus Nephrostomie-Katheter etc.  
    Auch bei Uricult ist die Gewinnungsart zusätzlich anzugeben! Wir bitten allerdings von der Verwendung von Eintauchnährböden (Uricult) abzusehen wegen massiver Nachteile für die Diagnostik: die Schwierigkeit einer validen Keimzahlbestimmung, ggf. längere Bearbeitungsdauer wegen Überlagerung der Keime, kein Wachstum von anspruchsvollen Bakterien, keine U-Status/U-Sediment bestimmbar u.a. Wir empfehlen, stattdessen borsäurehaltige Röhrchen (grün/Best.#10.253) zu verwenden. Borsäure stabilisiert die Keimzahl für 24h.
  • Abnahmezeit: genaue Uhrzeit und Datum der Abnahme angeben. Diese sind erforderlich, um die Transportdauer zu beurteilen und korrekte Befunde zu erstellen (nach DIN EN ISO 15189).
  • Transport: Borsäurehaltige Urine können innerhalb 24h gut bearbeitet werden. Ohne Borsäure müssen Urine ungekühlt innerhalb von 4h oder durchgehend gekühlt innerhalb von 24h nach Entnahme bearbeitet werden (ggf. Zwischenlagerung im Praxiskühlschrank).
  • Proben, die ohne Borat und ungekühlt >4h bzw. mit Borat >24h unterwegs waren, dürfen (laut den Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen Diagnostik (MiQ), Stand 2020) nicht mehr bearbeitet werden.
  • Achtung: für Urinstatus/Sediment und andere nicht-kulturelle Untersuchungen bitte weiter Nativurin in gelben Röhrchen (Best.#10.252) einsenden.
ANALYTIK
  • Längere Bebrütung: In unserem Labor werden Urine 48h bebrütet.
  • Die bislang häufig als Standard zur mikrobiologischen Diagnose einer Harnwegsinfektion verwendete Nachweisgrenze einer Keimkonzentration von ≥ 105 KBE/ml bei Untersuchung von Mittelstrahl- oder Einmalkatheter-Urin, die sogenannte "signifikante Bakteriurie" erfährt in Abhängigkeit von Uringewinnung, Vorliegen einer Leukozyturie, und klinischem Befund, eine Korrektur zu niedrigeren Erregerkonzentrationen (102 oder 103).
  • Der Hemmstofftest wird weiterhin gemacht.
  • Beurteilung anhand der Leukozyturie: Angaben hierzu sind nach neuer Maßgabe ein wichtiges Kriterium für den diagnostischen Pfad und die Beurteilung. Bei fehlender Information zur Leukozyturie, werden alle Urine als leukozytenhaltig behandelt.
  • Typische und potenziell uropathogene Erreger (siehe Tabelle) werden identifiziert und eine Empfindlichkeitstestung wird durchgeführt.
    Kontaminanten werden identifiziert, eine Empfindlichkeitstestung ist in der Regel nicht erforderlich.
BEFUNDUNG
  • Beurteilung: Der Befund enthält zukünftig eine Gesamtbeurteilung mit einem Vorschlag für die mikrobiologische Interpretation, in der das Material, die Erreger mit Keimzahl, die Klinik und die Leukozyturie berücksichtigt werden.
  • Antibiogramme: Es werden alle harngängigen Wirkstoff-Klassen mit bekannter Aktivität und gegebenen Grenzwerten für jede Erregerspezies getestet. Bei bestimmten Medikamenten und Erregerkombinationen existieren keine Grenzwerte für die Testung. Daher kann keine Interpretation ausgegeben werden.
  • Zusatztexte: Für neu anerkannte Uropathogene wie Aerococcus spp., Actinotignum schaalii, und weitere werden Erläuterungen und Interpretationshilfen im Befund beigefügt.
  • Therapiehinweise: Für die Therapie sind wichtige Hinweise zu beachten z.B. Antibiotika nur für unkomplizierte HWI (Kennzeichnung „ ° “) oder Wechsel des Blasendauerkatheters.
EINTEILUNG HÄUFIGER ERREGER IM URIN
Typischerweise uropathogene Erreger
Enterobacterales, u.a.: E. coli, Klebsiella sp., Proteus sp., Morganella sp., Providencia sp., Enterobacter sp., Citrobacter sp.; Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus saprophyticus, β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A und B
Potenziell uropathogene Erreger
Staphylococcus aureus, Staphylococcus lugdunensis, Enterokokken, Aerococcus urinae, Aerococcus sanguinicola, Actinotignum schaalii, Corynebacterium urealyticum, Hefen
Urogenitale Flora (Kontaminanten):
Haemophilus sp., Neisseria sp., Lactobacillus sp., vergrünende Streptokokken, Koagulase-negative Staphylokokken, Corynebacterium sp. (außer C. urealyticum), Aerococcus sp. (außer A. urinae/sanguinicola)

 

In den kommenden Monaten wird die Kombinationsanforderung auf SARS-CoV-2 und Influenza zur Abklärung respiratorischer Symptome erneut zunehmend von Bedeutung sein.

Wir bitten Sie daher folgendes Vorgehen weiterhin einzuhalten:

  1. Kurative Anforderungen (Patienten mit Symptomen)
    In der Regel wird die Kombinationsanforderung nur bei Patienten mit Symptomen relevant sein. In diesen Fällen kann die Einsendung unter einer Auftragsnummer erfolgen.
    - Muster 10C (mit Kennzeichnung „Diagnostische Abklärung“) für die Corona-Diagnostik
    - Muster 10 für die Influenza-Diagnostik
    - Material: 1 trockener Abstrich
  2.  Weitere Anforderungsmöglichkeiten
    Bei der Beauftragung der Corona-Diagnostik bei asymptomatischen Personen z.B. im Rahmen von Ausbruchsgeschehen oder bei Kontaktpersonen sind bei der Kombinationsanforderung mit Influenza aufgrund unterschiedlicher Kostenträger zwingend zwei separate Aufträge erforderlich.
  • OEGD-Formular für die Corona-Diagnostik + 1 trockener Abstrich → 1. Barcodenummer
  • Muster 10 für die Influenza-Diagnostik + 1 trockener Abstrich → 2. Barcodenummer

Bisher haben wir geeignete positive SARS-CoV-2-Proben auf das Vorliegen einer Variant of Concern (VOC) getestet. Seit Monaten dominiert auch in Deutschland die Delta-Variante, die praktisch für alle Infektionen der aktuellen Welle verantwortlich ist. 

Mit der bei uns etablierten VOC-PCR weisen wir in nahezu 100 % der auswertbaren Proben die für die Delta-Variante charakteristische Mutationen nach. In den letzten 3 Monaten gab es unter annähernd 10.000 Proben nur noch eine einzige Ausnahme. 

 

Aktuell steigen die PCR-Anforderungen auf SARS-CoV-2 wieder massiv an. Die Positivenrate liegt auf einem im Pandemieverlauf bisher nicht beobachteten Niveau und wird vermutlich noch weiter steigen. Die Durchführung der VOC-PCR für eine so große Zahl von Proben bringt uns an personelle und logistische Grenzen. Die Ressourcen, die die VOC-Testung im Labor derzeit bindet, werden dringend an anderer Stelle benötigt.

Wir sehen das VOC-Sreening mittels PCR in der momentanen epidemiologischen Situation nicht mehr als sinnvoll an und haben uns vor diesem Hintergrund entschlossen, diese Untersuchung ab sofort bis auf weiteres einzustellen.

 

Bitte beachten Sie:

Wir werden weiterhin entsprechend der Coronavirus Surveillance Verordnung (CorSurvV) eine ausreichende Zahl zufällig ausgewählter Proben einer Sequenzanalyse zuführen. Zusätzlich besteht für die Gesundheitsämter weiterhin die Möglichkeit, für einzelne positive Proben zur Klärung spezieller epidemiologischer Fragestellungen eine Sequenzierung nachzufordern (ausreichende Viruslast vorausgesetzt).

Im Gegensatz zur VOC-PCR, die nur gezielt wenige bekannte Mutationen erfassen kann, wird bei der Sequenzierung das gesamte Virusgenom analysiert. Neue potentiell problematische Varianten und Subvarianten des Virus können nur mittels Sequenzanalyse (und nicht über die VOC-PCR) identifiziert werden.

Bedeutet ein SARS-CoV-2-Antikörpernachweis auch Immunität?

 

Viele Menschen haben bereits eine Corona-Infektion durchgemacht oder mittlerweile die Impfungen gegen COVID-19 erhalten und stellen sich jetzt die Frage, ob sie dadurch einen ausreichenden Immunschutz aufgebaut haben.

Zum Nachweis von Antikörpern gegen COVID-19 steht mittlerweile eine Vielzahl an kommerziellen Testsystemen zur Verfügung, welche sich im Wesentlichen durch die eingesetzten Zielstrukturen unterscheiden. Antikörper gegen das Nukleocapsid-Protein können dabei nur eine durchgemachte Infektion nachweisen.

Im Staber-Verbund bieten wir daher routinemäßig die Testung von Antikörpern gegen Komponenten des Spike-Proteins an, die sowohl Antikörper nach durchgemachter Infektion als auch nach Impfung mit den derzeit auf dem deutschen Markt freigegebenen Impfstoffen nachweisen kann.

Der auf dem Befund ausgegebene Cut-off-Wert (Entscheidungsgrenze) für ein positives Antikörperergebnis basiert derzeit auf den Angaben der Testhersteller. Die bisherigen Ergebnisse der letzten Monate weisen eine hohe Variabilität auf, was zum einen auf methodenspezifische Schwankungen, zum anderen aber auch auf eine starke individuelle Immunantwort hinweist. Hierzu müssen erst weitere Studien abgewartet werden, so dass zum aktuellen Zeitpunkt nur bedingt ein Rückschluss auf die Schutzwirkung und/oder Schutzdauer gezogen werden kann.

 

Bei weiteren Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ihr Laborteam vor Ort.

Aufgrund der steigenden Fallzahlen nachgewiesener Infektionen mit SARS-CoV-2 hat der Bewertungsausschuss mit Wirkung zum 28.02.2020 die zugrundeliegenden Voraussetzungen für die Labordiagnostik angepasst.
Die Untersuchungsindikation ist ab sofort nicht mehr ausschließlich an die RKI-Falldefinitionen geknüpft, sondern kann nach ärztlichem Ermessen unter Berücksichtigung der RKI-Kriterien gestellt werden. Als Orientierungshilfe dient dabei das Schema des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Verdachtsabklärung, welches auf den Internetseiten des Instituts zu finden ist. Bitte nutzen Sie diese Fallkriterien und klären Sie Patienten auf, die nicht diesen Kriterien entsprechen, dass eine Untersuchung nicht erforderlich ist. Dies soll allen helfen, die wirklichen Verdachtsfälle zeitnaher bearbeiten zu können.
Bei gleichzeitiger Testung von SARS-CoV-2 plus Influenza würden wir Sie zudem bitten wie folgt vorzugehen:
Entnehmen Sie für SARS-CoV-2 möglichst parallel Material der oberen Atemwege (obligater Leistungsinhalt) ggf. zusätzlich der tiefen Atemwege (fakultativer Leistungsinhalt). Verwenden Sie ausschließlich trockene Abstrichtupfer und versenden dieses Material gemeinsam mit dem Abstrich für Influenza ins Labor.

Die Untersuchungsmaterialien (SARS-CoV-2 plus ggf. Influenza) packen Sie bitte:

  • in eine rote Notfalltüte (nur Untersuchungsmaterialien!)
  • die erste verschlossene rote Notfalltüte (mit Untersuchungsmaterial) packen Sie bitte in eine zweite rote Notfalltüte
  • in die zweite rote Notfalltüte kommt bitte auch der Untersuchungsauftrag.

!!! Beide Tüten kommen dann in eine „Übertüte“ und werden so dem Fahrdienst überreicht!!!


Wichtig: Bitte beschriften Sie die Tüte gut lesbar mit „Corona
Proben, die nicht korrekt verpackt sind, stellen eine Gefährdung unserer Mitarbeiter dar und verstoßen gegen die geltenden Transportvorschriften.

Meldepflicht und Abrechnung:
Um einen meldepflichtigen begründeten Verdachtsfall handelt es sich laut RKI, wenn die Person Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte oder innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet gewesen ist und die entsprechenden Symptome aufweist. Alle anderen Verdachtsfälle sind nicht mehr zu melden.
Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind auch weiterhin mit der GOP-Ziffer 88240 zu kennzeichnen.

Auch bei uns im Labor herrscht im Moment ein Ausnahmezustand. Wir versichern Ihnen, dass wir sehr bemüht sind Ihre Abstriche schnellstmöglichst zu bearbeiten.

Bitte haben Sie aber Verständnis, dass es zu Verzögerungen kommen kann (hohes Probenaufkommen, Lieferschwierigkeiten von Reagenzien, Krankenstand unserer Mitarbeiter usw.).

Das Robert Koch Institut hat auf seiner Homepage viele nützliche Artikel zum Coronavirus SARS-CoV-2 veröffentlicht.

Auf dieser Seite finden Sie eine Orientierungshilfe für Ärzte COVID-19 bzgl. Verdachtsabklärung und Maßnahmen.

Hier finden Sie einen Überblick der Risikogebiete.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat ein Infoblatt zum Thema "VERDACHT AUF EINE SARS-COV-2-INFEKTION? SO KÖNNEN SIE IN DER PRAXIS VORGEHEN" veröffentlicht. 

Oftmals wird aus einem Material sowohl eine mikrobiologische als auch eine klinisch-chemische bzw. molekularbiologische Untersuchung benötigt. In solchen Fällen erhalten wir häufig nur ein Röhrchen. Das Material muss dann manuell geteilt werden.

Diese Prozedur kann trotz größter Sorgfalt verschiedene Fehler wie Kontamination des Probenmaterials, Infektionsgefährdung des/der Mitarbeiter/in, Zeitverzögerung und Probenverwechslung mit sich bringen.

Wir würden Sie daher bitten, uns für solche Doppel- bzw. Mehrfachanforderungen mindestens 2 Röhrchen mit dem entsprechenden Material (wenn möglich mit 2 Scheinen) zuzusenden.

Zur Verdeutlichung finden Sie Beispiele in folgender Tabelle:

Material Mikrobiologische Untersuchung Klinisch-chemische bzw. molekularbiolgische Untersuchung
Liquor Pathogene Keime Reiberschema, oligoklon. Banden, AK-Indices, Erreger-PCR
Punktat Pathogene Keime Zellzahl, Eiweiss, Harnsäure, Borrelien-PCR
Stuhl Pathogene Keime Calprotectin, M2PK, Erreger-Antigene
Bronchialsekret Pathogene Keime Erreger-PCR
Urin Pathogene Keime Urinstatus, Urinsediment, Harnsäure, Proteinuriediagnostik
Ejakulat Pathogene Keime Spermiogramm, Fructose, Carnitin, Zink, Erreger-PCR

Für Untersuchungen mittels PCR ist generell ein gesondertes Röhrchen bzw. ein Extra-Abstrich erforderlich.

Hiermit möchten wir Sie informieren, dass sich im März 2020 das Format der OC-Sensor Patienten-Sets zur Durchführung der iFOBT-Diagnostik ändern und verbessern wird.

Das komplette Entnahmeset, bestehend aus dem Spezial-Probenröhrchen, einem Stuhlfänger sowie einer Entnahmeanleitung, ist zukünftig jeweils in einem Umschlag aus 80 % Recyclingkarton verpackt, welcher den Patienten zur Probennahme direkt mitgegeben werden kann. Das Design und auch die Handhabung der Röhrchen für den Patienten bleiben dabei unverändert.

Hämoglobin im Stuhl (iFOBT) @ Labor Staber

Bitte beachten Sie zudem auch weiterhin, dass für eine reibungslose Abarbeitung Ihrer Proben in unserem Labor der Patienten-Barcode direkt auf dem Probenröhrchen und nicht auf der Umverpackung angebracht ist.

Die Bestellung der neuen OC-Sensor Patientensets im Labor erfolgt für Sie wie bisher kostenfrei über den Bestellschein „Verbrauchsmaterialien Labor“. Nach der Umstellung werden automatisch die neuen Sets an Sie ausgeliefert.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gern zur Verfügung.

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir ab Montag, den 10.2.2020 die PCR-Diagnostik für das neuartige Coronavirus (2019-nCoV) im Staber-Verbund anbieten können.

Weiterhin ist es sinnvoll 2 Materialien einzusenden (aus dem oberen und unteren Respirationstrakt).

Bitte achten Sie genau darauf, dass das neuartige Coronavirus nur bei Verdachtsfällen nach der Falldefinition des Robert-Koch-Institutes (RKI) eine Kassenleistung ist (siehe auch die Internetseite des RKI für Details)!

!!! ACHTUNG !!! Die RKI-Falldefinition wurde leicht verändert:

  1.  Personen mit erfülltem klinischen Bild oder unspezifischen Allgemeinsymptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall mit 2019-nCoV

    oder
     
  2.  Personen mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet (Chinesische Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang – Stand 8.2.2020)

Definitionen:

Klinisches Bild: Person mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere mit / ohne Fieber

Kontakt: Innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn: Versorgung bzw. Pflege einer Person, insbesondere durch medizinisches Personal oder Familienmitglieder ODER Aufenthalt am selben Ort (z.B. derselbe/dieselbe/dasselbe Klassenzimmer, Arbeitsplatz, Wohnung/Haushalt, erweiterte Familienkreis, Krankenhaus, andere Wohn-Einrichtung, Kaserne oder Ferienlager) wie eine Person, während diese symptomatisch war.

Wahrscheinlicher Fall: Person mit erfülltem klinischen Bild UND Kontakt mit einem bestätigten Fall.

In diesen Fällen ist eine dringende Information von Ihnen an das Gesundheitsamt notwendig. Der Patient sollte unmittelbar isoliert und stationär abgeklärt werden. Eine Einsendung von Untersuchungsmaterial ans Labor Staber ist nur nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und den Laborärzten sinnvoll.

!!! Wichtig !!!

Bitte geben Sie bei Ihrer Abrechnung die Ausnahmekennziffer 32006 (meldepflichtige Erkrankung) an, damit Ihr Fallwert durch diese Untersuchung nicht belastet wird. Zusätzlich muss der Verdachtsfall oder die Infektion mit der Ziffer 88240 gekennzeichnet werden.

Das neue Coronavirus – 2019-nCoV – breitet sich derzeit mit erheblicher Geschwindigkeit innerhalb Chinas und auf weitere Länder aus. Der erste Fall in Deutschland wurde am 28.1.2020 aus Bayern gemeldet. Noch besteht für alle außerhalb Chinas nachgewiesenen Fälle ein epidemiologischer Zusammenhang mit dem ursprünglichen Geschehen. Auf der Basis dieser Einschätzung sollte ein begründeter Krankheitsverdacht aktuell nur bei akuter respiratorischer Symptomatik und Kontakt zu bestätigtem 2019-nCoV-Fall oder Aufenthalt im Risikogebiet innerhalb der Inkubationszeit von 14 d gestellt werden. Diese Einschätzung wird sich ändern, sobald autochthone Infektionsketten außerhalb Chinas bekannt werden.

Diagnostik
Der Nachweis von 2019-nCoV erfolgt ausschließlich als Direktnachweis der Virus-RNA mittels PCR aus Abstrichen und Sekreten des Respirationstraktes.

Bitte entnehmen Sie Material aus dem tiefen Respirationstrakt (Sputum, Trachealsekret, BAL) und senden Sie zusätzlich einen Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum ein.
Bitte trockenen Abstrichtupfer verwenden, keine Tupfer mit Gel!

Das Untersuchungsmaterial packen Sie bitte:

  • in eine rote Notfalltüte (nur Untersuchungsmaterial!)
  • die erste verschlossene rote Notfalltüte (mit Untersuchungsmaterial) packen Sie bitte in eine zweite rote Notfalltüte
  • in die zweite rote Notfalltüte kommt bitte auch der Untersuchungsauftrag.

!!! Beide Tüten kommen dann in eine „Übertüte“ und werden so dem Fahrdienst überreicht !!!

Wichtig: Bitte beschriften Sie die Tüte gut lesbar mit „Corona“

Die Untersuchung auf 2019-nCoV versenden wir gegenwärtig noch an ein Partnerlabor im Sonic-Verbund, sie steht jedoch in Kürze auch bei uns zur Verfügung. Die PCR auf 2019-nCoV ist zur Zeit noch keine Kassenleistung, so dass betroffene Patienten bis zu einer Entscheidung der KV von uns eine Rechnung erhalten, die sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen können.

Bitte denken Sie bei der Diagnostik an die aktuelle Grippewelle (Influenza ist noch deutlich wahrscheinlicher als eine Infektion mit 2019-nCoV!) und an die Differentialdiagnostik bakterieller Infektionen, die ggf. eine Antibiotikagabe erfordern. Sowohl bei Influenza als auch bei Coronavirusinfektionen stellt eine bakterielle Superinfektion eine schwere, ggf. lebensbedrohliche Komplikation dar!

Meldepflicht
Bei Krankheitsverdacht besteht namentliche Meldepflicht nach §6 IfSG, Abs. (1), Satz 5 „Auftreten einer bedrohlichen übertragbaren Krankheit“ für den behandelnden Arzt. Positive Nachweise im Labor werden von uns auf der Basis von §7 IfSG, Abs. (2) an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet.

Diese Information basiert auf dem Erkenntnisstand vom 29.1.2020. Die epidemiologische Situation und ggf.  davon abgeleitete Empfehlungen der Gesundheitsbehörden ändern sich momentan mit hoher Dynamik. Aktuelle Daten und Empfehlungen finden Sie unter anderem im Informationsangebot des Robert-Koch-Institutes und der WHO:

www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.htm

www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/situation-reports/

Ab dem 01.01.2020 wird die Untersuchung der Humanen Papillomaviren (HPV) Bestandteil des Zervixkarzinomscreenings. Damit wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass eine persistierende Infektion mit HPV eines sogenannten High-Risk-Typs den wichtigsten Risikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs darstellt. Frauen ab einem Alter von 35 Jahren haben zukünftig alle drei Jahre Anspruch auf ein kombiniertes Zervixkarzinomscreening, das aus zytologischer Untersuchung und HPV-Test (Co-Testung) besteht. Für Frauen im Alter von 20 – 34 Jahren ändert sich nichts, weiterhin kann einmal jährlich das zytologiebasierte Screening in Anspruch genommen werden.

Da sowohl zytologische Untersuchungen als auch die Testung auf HPV zu unserem Leistungsspektrum gehören, können wir Ihnen die Co-Testung aus einer Hand anbieten.

Untersuchungsmaterial

Ein Abstrich Zytologie (Objektträger) und ein HPV-Abstrichbesteck (für Co-Testung ab 35 Jahre) oder alternativ ein Abstrich Dünnschichtzytologie.

Aus dem Abstrich für die Dünnschichtzytologie können weiterhin beide Untersuchungen durchgeführt werden, so dass in diesem Fall nur ein Material entnommen werden muss.

Geeignete Entnahmesysteme sind über unseren Versand erhältlich.

Nachfolgend finden Sie die Screeningalgorithmen (einschließlich ergebnisabhängiger Abklärungsdiagnostik) für die beiden Altersgruppen basierend auf der Veröffentlichung des G-BA. Konkrete Beschlüsse des Bewertungsausschusses zur Leistungserbringung, Leistungsbewertung und Dokumentation der Ergebnisse  wurden bisher noch nicht bekanntgegeben. Wir werden Sie darüber zeitnah informieren und stehen für alle Fragen rund um das Zervixkarzinomscreening gerne zur Verfügung.

Zervixkarzinomscreening > 35 Jahre Labor Staber

Zervix2

## ERGÄNZUNG VOM 23. DEZEMBER 2019 ##

Eine Übersicht der in Frage kommenden Abrechnungsziffern und ggf. zu beachtenden Abrechnungsausschlüsse und Einschränkungen finden Sie in der nachfolgenden Tabelle. In den letzten beiden Spalten sind die für den jeweiligen Untersuchungsumfang benötigten Abstrichmaterialien aufgeführt. Für die ausschließliche Anforderung einer zytologischen Untersuchung genügt der klassische Objektträger (PAP-Abstrich). Die Dünnschichtzytologie ist ab 1.1.2020 ausdrücklich zugelassen, daraus können wir auch die HPV-Testung durchführen, so dass in diesem Fall nur ein Material entnommen werden muss.

In der Abrechnung der zytologischen Leistungen und des HPV-Testes sind die Kosten für benötigte Objektträger, Abstrichbestecke, Probengefäße und Fixierlösungen enthalten. Die Bereitstellung erfolgt deshalb zukünftig kostenlos durch unser Labor. Bitte nutzen Sie für die Bestellung das Bestellformular „Histologie/Pathologie/Zytologie“.

Anforderung EBM Gebührenposition Überweisung Material Einschränkung / Bemerkung
  Untersuchung
einschl. Materialentnahme *1 *2
Abrechnung Praxis
Zytologie *1
Abrechnung
Labor
HPV-Test *1
Abrechnung
Labor
  1. Wahl Alternative  
Primärscreening
20 bis 34 J. - jährlich
01761 01762   Muster 39 PAP-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Aus dem Untersuchungsmaterial, das für das Zervixkarzinomscreening
entnommen wurde, sind weitere mikrobiologische Untersuchungen in
der Regel nicht möglich und auf der Basis der getroffenen EBM-Regelung nicht berechnungsfähig.
Bei zusätzlich bestehenden Infektionsverdacht bitte ein weiteres für die
jeweilige Fragestellung geeignetes Material einsenden (Muster 10).
Primärscreening
ab 35J. - alle 3 Jahre
01761 01762 01763 Muster 39 Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
PAP-Abstrich und
HPV-Abstrich
Abklärungsdiagnostik bis 29 J.
PAP II-p, II-g, IIID1
01764 01766   Muster 6 PAP-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Abklärungsdiagnostik 30 bis 34 J.
PAP II-p, II-g, IIID1
01764   01767 Muster 6 HPV-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Abklärungsdiagnostik ab 35 J.
Pap I + HPV pos oder
PAP IIID1 + HPV neg.
01764 01766 01767 Muster 6 Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
PAP-Abstrich und
HPV-Abstrich
Empfängnisregelung 01825 01826   Muster 6 PAP-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Kurativ 19318   Muster 6 PAP-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
  32819 Muster 10 HPV-Abstrich Dünnschichtzytologie
(ThinPrep)
Untersuchungsindikation bei
1. Zustand nach operativem Eingriff(en) an der Cervix uteri wegen einer
zervikalen intraephithelialen Neoplasie u./o.
2. einem Zervixzytologiebefund ab Gruppe II-p, II-g oder IIID1 u./o.
3. positivem HPV-Nachweis frühestens nach 6 Monaten zur Kontrolle,
einmal im Behandlungsfall (Quartal)
  • *1 Die in einer Spalte aufgeführten GOP`s sind am Behandlungstag nicht nebeneinander berechnungsfähig.
  • *2 Zusätzlich besteht ein Abrechnungsausschluss der GOP 01760 mit der GOP 01761 im Krankheitsfall (=4 aufeinanderfolgende Quartale) und mit der GOP 01764 am Behandlungstag

Ab November 2019 stellen wir Allergiediagnostik auf ImmunoCAP™ um.

Bitte beachten Sie hierzu unseren aktualisierten Untersuchungsauftrag Allergiediagnostik. Die Sortierung der Allergene ist nun so vorgenommen, dass die rekombinanten Allergene den jeweils nativen Allergenen zugeordnet sind.

Damit Sie bei häufigen allergologischen Fragestellung die Auswahl der Allergentests einfach gestalten können empfiehlt sich die Bestimmung von Allergen-Mischungen bzw. Allergen-Profilen. Diese wurden aus der ärztlichen Routine entwickelt und erleichtern die:

  • Basisdiagnostik, z.B. Kinder-Profil bzw. symptom-orientiere Profile wie Ekzem oder Rhinitis.
  • erweiterte allergologische Abklärung z.B. Nahrungsmittel oder saisonale Allergene.
  • bei Vorliegen nur weniger anamnestischer Hinweise kann als Screening die Mischungen sx1 und fx5 empfohlen werden, hiermit können mit hoher Wahrscheinlichkeit die meisten Allergien detektiert werden.

Auf Wunsch können bei positiven Mischungen die entsprechenden Einzelallergene ausgetestet werden. Bitte kreuzen Sie hierzu auf der Vorderseite des Untersuchungsauftrag das entsprechende Feld an!

Rekombinante Allergene erlauben durch die exaktere Bestimmung des allergieauslösenden Proteins eine exaktere Diagnose, z.B. bei multiplen Sensibilisierungen oder Kreuzreaktionen. Auch eine Unterscheidung von Majorallergenen, Minorallergenen, Profilinen, Polcalcinen und Lipidtransferproteinen (LTP) wird möglich.

Bitte beachten Sie, dass laut EBM für Kinder unter 6 Jahren 15 Einzelallergene und/oder Allergenmischungen danach nur noch 9 Allergene pro Quartal bestimmt werden können. Bitte denken Sie bei Kindern unter 6 Jahren an die Ausnahmekennziffer 32009!

 

Die Angabe des Geschlechts auf den KV-Formularen ändert sich.

Statt bisher in vorhandene Felder (M/W) ein Kreuz zu setzen, steht ab 01.10.2019 nur noch ein Feld zur entsprechenden Beschriftung zur Verfügung:

Formular 10

Labor Staber Formular 10A

Dieses Feld ist ab 1.10.2019 mit dem zutreffenden Buchstaben zu beschriften:

W = weiblich
M = männlich
D = divers
X = unbestimmt

Die vorhandenen Formulare dürfen übergangsweise weiter benutzt werden, müssen aber ab 1.10.2019 nach den neuen Vorgaben ausgefüllt werden.

In diesem Fall müssen Sie in das Ankreuzfeld „männlich“ eines der vier Kürzel (W/M/D/X) eintragen.

Für die korrekte Umsetzung der neuen Vorgabe zur Auftragserstellung per Blankoformulardruck in den Arztinformationssystemen, müssten Sie bitte ggf. Ihren Softwarebetreuer kontaktieren.

Wir freuen uns, Ihnen und Ihren Patientinnen mit VeriSeq die nächste Generation der Nicht-invasiven-Pränatalteste (NIPT) anbieten zu können. VeriSeq überzeugt neben seiner hohen Sensitivität und Spezifität durch weitere Vorteile:

  • Schnelle Ergebnisse: Dank vollautomatisierter Laborprozesse und modernster NGS-Technologie liegen die Ergebnisse im Schnitt einen Tag schneller vor als bisher.
  • Zuverlässige Analyse: Im Vergleich zu anderen Anbietern und Testverfahren zeigte VeriSeq die niedrigste Rate an Test-Ausfällen.
  • Höhere Qualität für den gleichen Preis: Durch Sequenzanalyse konnte bei vergleichbarem Preis eine höhere Spezifität und Sensitivität nachgewiesen werden. 

Probenlogistik und der Anforderungsprozess bleiben für Sie wie gewohnt.

Bei weiteren Fragen können Sie gerne unseren Außendienst kontaktieren.